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Design Systems··2 min Lesezeit

kickstartDS: Ein Design System als Open Source Meta Framework

Ein Design System aufzubauen ist eine Sache. Es als Open-Source-Produkt zu veröffentlichen und eine Community darum herum zu entwickeln — das ist eine ganz andere Herausforderung.

Warum Open Source?

Als wir bei ruhmesmeile kickstartDS entwickelt haben, war die Ausgangsfrage: Wie helfen wir mittelständischen Unternehmen dabei, schnell skalierbare Design Systems aufzubauen, ohne von Grund auf neu anzufangen?

Die Antwort war Open Source. Nicht aus Idealismus, sondern aus strategischer Überzeugung: Ein System, das von der Community geprüft, verbessert und angepasst wird, ist besser als eines, das hinter verschlossenen Türen entsteht.

Was wir unterschätzt haben

Dokumentation ist kein Anhang. Dokumentation ist das Produkt.

Die technische Architektur war lösbar. Was uns wirklich beschäftigt hat — und ehrlich gesagt bis heute beschäftigt — ist die Frage der Dokumentation und Kommunikation.

Ein Design System ist so gut wie seine Dokumentation. Wer nicht versteht, wie Komponenten zusammenspielen, warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden und wie man das System erweitert, wird es nicht nutzen. Das gilt intern im Team — und noch mehr in der Open-Source-Community.

Wir haben gelernt: Schreiben ist Designarbeit. Jeder Satz in der Doku ist eine UX-Entscheidung.

Was ich jedem empfehle, der ein Design System plant

Fang mit dem Warum an, nicht mit dem Was. Bevor ihr die erste Komponente baut, klärt: Für wen ist dieses System? Was löst es? Was löst es bewusst nicht?

Und dann: Schreibt es auf. Nicht für die Außenwelt. Für euch selbst. Weil der Prozess des Aufschreibens euch zwingt, wirklich klar zu denken.